Frühling

Seit er angeschossen worden war und seinen Hinterlauf nicht mehr benutzen konnte, war der Kühne immer auf die Hilfe anderer Tiere angewiesen: Schatten, die Dächsin; Räuber, die Krähe; Feder, die Füchsin. Dieser Zustand machte ihn sehr unglücklich. Schließlich hatte er seine Familie verlassen und was aus der Sicherheit des Weißhirschparks ausgebrochen, um seinem Namen gemäß zu leben. Besonders in Gegenwart seiner Gefährtin Feder spürte er seine Unzulänglichkeit besonders stark: Er hätte derjenige sein sollen, der für seine Gefährtin und seine Familie sorgt und sie beschützt. Doch das konnte er nicht. Er war nicht einmal in der Lage für sich selbst zu sorgen.
Dieses Bild illustriert die Sehnsüchte des Kühnen: Über seine geliebte Gefährtin zu wachen, sie zu schützen, für sie da zu sein. Gesund einem neuen Frühling entgegenzublicken. Einem Frühling, der jedoch niemals kommen sollte.

Es ist das dritte und letzte Wasserfarbenbild der Serie, die im Frühjahr 2001 entstanden ist, inspiriert durch Colin Danns Kinderbuch "Jagd auf den Schatten" aus seiner Reihe Als die Tiere den Wald verließen. Gemalt wurde es auf Karton im Format 60*90 cm, und die Form ist stark an die Fernsehserie angelehnt. Obwohl die Schattierungen nicht gut gelungen sind. ist die Farbgebung insgesamt sehr viel besser geworden als bei den beiden ersten Bildern.