Der kühne junge Fuchs

Während der nächsten paar Wochen zog der Kühne weit herum: Er kam auch durch von Menschen bewohntes Gebiet, durchstreifte Äcker und Weiden zwischen verstreut liegenden Gehöften. Mittlerweile war er ausgewachsen und ein prächtiges Exemplar eines männlichen Fuchses geworden. Er war wohlgestaltet und muskulös, sein Fell war schön und glänzend, und er hatte einen buschigen Schwanz. Er war auch kräftig gebaut und konnte mit beachtlicher Geschwindigkeit laufen, ohne müde zu werden. Obwohl er so vernünftig war und den Menschen nicht zu nahe kam, hatte er doch eine Furchtlosigkeit vor seinem einzigen wirklichen Feind entwickelt, die schon an Hochmut grenzte. Er glaubte, seine angeborene List und Schläue wären dem Menschen überlegen.

– Colin Dann –


Inspiriert durch diese Passage aus Colin Danns Kinderbuch "Jagd auf den Schatten" – aus seiner Reihe Als die Tiere den Wald verließen – entstanden im Frühjahr 2001 drei Bilder in Wasserfarben. Zu dieser Zeit entdeckte ich einen Fuchsbau und hatte mehrere Begegnungen mit Füchsen auf meinen Wanderungen, so dass ich an dieses wundervolle Buch (und die gleichnamige Fernsehserie) erinnert wurde. Von der Form her ist das Bild stark an den Stil der Serie angelehnt. Wasserfarben hatte ich zuvor nie richtig benutzt, und die drei Bilder waren eher Experimente als geplante Werke. Dieses hier ist als erstes entstanden, und obwohl die Farbzusammenstellung teilweise wirklich furchtbar ist gefällt es mir nach wie vor sehr. Es ist auf Karton gemalt und mit 60*90 cm ziemlich groß.