ÜBER MICH


Geboren wurde ich in den letzten Stunden der 1970er Jahre im linksrheinischen Kölner Umland. Mein Lebensweg hat mich über zahllose abenteuerliche Stationen geführt: Ich war Austausschüler in einer russischen Gastfamilie, Musiklehrer in einem Internat, und Goldschmied; ich habe die Weitwanderwege Irlands bezwungen, eine riesige deutsche Flagge auf eine Hauswand in der Türkei gemalt, und mehrere Jahre im Kloster gelebt; ich habe Fuchswelpen großgezogen, die Einrichtung meiner Wohnung selbst gebaut, bin schließlich Theologe geworden und in der wunderschönen Stadt Hamburg gelandet.

Meine größte Liebe gilt dem englischen Autoren J.R.R. Tolkien. Sein Werk besitzt eine Vielschichtigkeit, die mich seit vielen Jahren in ihrem Bann hält. Zuerst bloß als gute Geschichten in einer wohldurchdachten Sekundärwelt. Schließlich aber habe ich mich auch wissenschaftlich mit seinen Gedanken zu Sprache und Mythos auseinandergesetzt: in meiner preisgekrönten Diplomarbeit konnte ich die Relevanz seines Werks für die Theologie herausarbeiten und nachweisen, dass fantastische Literatur mehr ist als wertloses Lügengespinst. Daneben bin ich ein großer Bewunderer seines nahezu vergessenen poetischen Werks: Tolkien war ein Meister der Dichtkunst, und ich hoffe sehr, in Zukunft etwas zur öffentlichen Wahrnehmung seiner Gedichte beitragen zu können.

Das stärkste Suchtmittel für mich sind sicherlich Bücher, deren Zahl das Fassungsvermögen meiner Regale bereits vor langer Zeit gesprengt hat. Mit mir an einer Buchhandlung vorbeizugehen ist nahezu unmöglich, und ein Tag ohne ein gutes Buch in der Hand ein verlorener Tag.

Mittelalterliche Sakralarchitektur bringt meine Augen zum Leuchten. Ich kenne jede romanische und gotische Kathedrale in Europa, ähnlich wie bei Buchhandlungen kann ich alten Kirchen, Klöstern, Moscheen oder Synagogen einfach nicht widerstehen. Gleichzeitig schlägt mein Herz sehr stark für den modernen Kirchenbau, der in meinen Augen überwältigende Ergebnisse vorweisen kann.

Obwohl ich allgemein ein großer Tierfreund bin, faszinieren mich Füchse und Schäferhunde seit ich denken kann auf besondere Weise. Füchse sind mein bevorzugtes Motiv beim Zeichnen; ihre Ästhetik und ihr Charakter vereinen in sich das Beste von Hund und Katze und symbolisieren für mich das wilde Tier in seiner Konkurrenz zum Menschen an sich; ich hatte das große Glück, mich viele Jahre lang um verwaiste Fuchswelpen bis zu ihrer Auswilderung kümmern zu dürfen. Schäferhunde hingegen sind für mich das Sinnbild der Partnerschaft zwischen Mensch und Tier schlechthin; sie sind mir lange Jahre treue Gefährten gewesen.

Ich liebe lange Diskussionen über Kunst, Philosophie, Religion, Politik, und schätze die Begegnung mit Menschen aus einem fremden Kulturkreis oder einem anderen Denkhorizont.

Die Titanic, dieser große klassische Ozeanliner mit seiner tragischen Geschichte, hält mich in ihrem Bann, seit ich 1985 im Fernsehen die ersten Bilder ihrer Entdeckung gesehen habe. Ihre Ästhetik und ihre Technik, der historische Gesamthintergrund, die unzähligen Einzelschicksale bei ihrem Untergang und die Entdeckung des Wracks sind nur einige der vielen Aspekte, die ich an ihr schätze.

Ich wandere für mein Leben gern. Am liebsten stehe ich morgens früh mit der Sonne auf und bin bis abends spät unterwegs, bei Sonne, Regen oder Schnee; nirgends sonst fühle ich mich freier. Besonders verbunden fühle ich mich mit den Weitwanderwegen an der irischen Westküste, die ich mehrfach mit Zelt und Rucksack genießen durfte.

Klassische Musik berührt mich zutiefst, besonders die Opern Richard Wagners, die Sinfonien Gustav Mahlers, John Williams' Filmmusiken, Arvo Pärts Sakralwerke und Irischer Folk; neben dem Gesang spiele ich auch selber Horn und Tin Whistle.

Auch wenn ich es nur selten tue, bedeutet mir das Zeichnen sehr viel. Zugegeben, es geht mir nicht leicht von der Hand; an einem Bild sitze ich unzählige Stunden, und es ist weniger Entspannung als vielmehr harte Arbeit für mich. Dennoch liebe ich meine Bleistifte und meine Zeichenkohle und fühle mich dabei befreit und fokussiert.

An Kreativität mangelt es mir allgemein nicht: Es macht mir immer wieder großen Spaß, die Inneneinrichtung meiner Wohnung neu zu entwerfen und selbst handwerklich umzusetzen. Auch den Umgang mit der Nähmaschine beherrsche ich gut und habe mehrere Gewandungen für Fantasy- und LARP-Events kreiert.